Steckbrief #2

Betriebliches Mobilitätsmanagement in Wien: Aktivierung von Unternehmen für die Mobilitätswende

Ausgangslage des Projekts

Bis 2040 soll Wien klimaneutral sein. Dafür sollen auch Unternehmen für die Mobilitätswende aktiviert werden. In diesem Zusammenhang wird es als wichtig erachtet, dass eine Verlagerung des Pendler*innenverkehrs vom MIV auf den Umweltverbund angestoßen wird, Unternehmen bei der Umsetzung von betrieblichem Mobilitätsmanagement unterstützt und betriebsübergreifenden Lösungen für Gewerbegebiete entwickelt werden.

Relevanz

Das Potenzial für eine Transferierbarkeit ist hoch. Einerseits beinhaltet der Leitfaden größtenteils Informationen, die nicht nur in Wien, sondern allgemein Gültigkeit aufweisen.

Andererseits lassen sich die entwickelten Beratungsformate ebenfalls auf andere Gebietskörperschaften übertragen.

Zentrale Zielsetzung des Projekts

  • Entwicklung von Vorschlägen zur Adaptierung des bestehenden Rechtsrahmens
  • Entwicklung von maßgeschneiderten Beratungspaketen für unterschiedliche Betriebsgrößen bzw. -lagen
  • Beratung zu betriebsübergreifenden Lösungen in Gewerbegebieten
  • Bündelung, Aufbereitung und Zugänglichmachung vorhandener Mobilitäts- und Förderangebote (Leitfaden)
  • Umsetzung eines Dialogprozesses mit maßgeblichen Stakeholdern (Mobilitätsanbieter, Business Districts, Stadtplanung etc.)

Zentrale Projektaktivitäten

  • Erstellung eines Leitfadens mit Informationen zu BMM-Aktivitäten und zur strategischen Verankerung von BMM im Unternehmen mit einem Fokus auf Wiener Unternehmen
  • Workshops und Beratungen von Unternehmen in vier Wiener Betriebsgebieten, dabei wurden 23 Unternehmen mit über 8.700 Mitarbeiter*innen begleitet
  • Kooperation mit bestehenden Initiativen (ökobusiness, Umweltberatung)
  • Erarbeitung einer kommunalen Beratungsinfrastruktur

Erlangte Kern-Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Betriebliches Mobilitätsmanagement ist ein langfristiger Prozess, der Zeit, kontinuierliche Begleitung und interne Verankerung in den Unternehmen erfordert.
  • Unternehmenskultur, interne Strukturen und individuelle Einstellungen der Mitarbeiter*innen beeinflussen das Mobilitätsverhalten stärker als der Standort allein.

  • Niederschwellige Maßnahmen und klare, gut kommunizierte Angebote erleichtern den Einstieg in das Thema und erhöhen die Bereitschaft zur weiteren Auseinandersetzung.

  • Räumliche Nähe und der Austausch zwischen Unternehmen im selben Betriebsgebiet schaffen Vertrauen und fördern Kooperationen sowie gegenseitiges Lernen.

  • Betriebliches Mobilitätsmanagement entfaltet Wirkung über einzelne Betriebe hinaus und leistet einen relevanten Beitrag zur Reduktion des Verkehrsaufkommens und zur Erreichung städtischer Klimaziele.

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